1. Einleitung

Augustus – Mein Vater, der Kaiser ist ein Historienfilm, der im Jahr 2003 im TV zu sehen war. Die Verfilmung sollte eigentlich den Auftakt zu einer 6-teiligen Serie bilden, jedoch entstand aufgrund niedriger Einschaltquoten nur noch ein Film über Nero. Augustus ist eine US-amerikanisch-italienisch-deutsche Produktion des amerikanischen Regisseurs Roger Young. Wie der Filmtitel vermuten lässt, geht es um eine Verfilmung des Lebens von Gaius Octavius(1), dem ersten Kaiser Roms.(2)
Der Film setzt im Jahr 12 v. Chr. ein. Augustus muss sich nach dem plötzlichen Tod Agrippas mit der Frage der kaiserlichen Nachfolge auseinandersetzen. Er drängt seine Tochter Julia zu einer Ehe mit Tiberius, seinem Stiefsohn. Um ihr die Bedeutung und Wichtigkeit der Verbindung zu verdeutlichen, erzählt er ihr seine eigene Lebensgeschichte. In einer Rückblende wird der Zuschauer nun zurückgeführt in die Zeit Caesars und des zweiten Triumvirats bis hin zur Endschlacht bei Actium. Die Regierungsjahre Augustus’ werden zum Teil gerafft, zum Teil übersprungen. Der Film endet – wie sollte es anders sein – mit Augustus’ Tod im Jahr 14 n. Chr. In dieser Arbeit kann keine vollständige Untersuchung der Historizität der Verfilmung erfolgen. Es soll aber der Versuch unternommen werden, exemplarisch anhand von ausgewählten Passagen darzulegen, dass Inhalt und Darstellung der Verfilmung nicht immer hundertprozentig authentisch und korrekt sind.

[Inhaltsverzeichnis]