3.1 Das Zweite Triumvirat

3.1.1 Fiel die Entscheidung bezüglich der Proskriptionen sofort?

Der Film:
Antonius, Lepidus und Augustus treten im Film zu einer Besprechung zusammen. Ein gemeinsames Vorgehen gegen die Caesarmörder wird vereinbart. Zur Sicherung Roms werden Proskriptionen beschlossen, der politische Gegner zum Opfer fallen sollen, darunter Cicero. Nach sehr kurzem Zögern stimmt Augustus zu. Das Zusammentreffen der Triumvirn erfolgt an einem einzigen Tag.

Quellen/Forschung:
Anders als in der Filmdarstellung war die Zusammenkunft der Triumvirn keine ‚fünf-Minuten-Angelegenheit’, sondern erstreckte sich über 2 Tage.(3) Ebenso wird man Sueton Glauben schenken dürfen, wenn er sagt, dass Augustus sich über einen längeren Zeitraum hinweg den geplanten Proskriptionen widersetzt habe.(4) Auch Velleius Paterculus spricht von einer Weigerung seitens des Augustus.(5) Cassius Dio behauptet, dass Augustus keinen Grund dafür sah, Menschen zu ermorden und dies nur „wegen seiner Teilhabe an der Macht“(6) geschah, er sich dann aber „bei der Durchführung der Ächtungsbeschlüsse härter gezeigt [habe] als seine Kollegen.“(7) Dieses Faktum verdeutlicht die Verfilmung dadurch, dass Augustus während der Verfolgung der Gegner selbst sein Schwert zieht, im Gegensatz beispielsweise zu Antonius, der lediglich daneben steht und zusieht.

Es kann also festgehalten werden, dass die Darstellung bezüglich der Entscheidung über die Proskriptionen in der Verfilmung nicht ganz korrekt dargestellt wird. Durch die Zeitraffung wird dem Betrachter der Eindruck vermittelt, die Vereinbarungen des Triumvirats seinen innerhalb einer halben Stunde gefasst worden, und es wird nicht sofort deutlich, dass Augustus sich anfangs vehement gegen die Proskriptionen gewehrt hat und sich dagegen aussprach.

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