4. Fazit

Der Film Augustus – Mein Vater, der Kaiser von Roger Young bietet eine gelungene Zusammenfassung über das Leben von Kaiser Augustus. Jedem Zuschauer sollte bei der Betrachtung vor Augen geführt sein, dass man das Leben eines großen Staatsmannes, wie Augustus es war, nicht in rund 2,5 Stunden abhandeln kann. Bei der Betrachtung der Verfilmung habe ich versucht, Szenen zu finden, die historisch nicht oder nur in Teilen korrekt sind. Wie jedoch dem Nachspann zu entnehmen ist, haben sich die Macher des Films von Experten beraten lassen.(21) Im Gegensatz zu vielen anderen Historienfilmen kann diese Verfilmung also für ihren Wahrheitswert an historischen Fakten gelobt werden. Viele Details, die der Mehrzahl der Zuschauer vielleicht nicht einmal annähernd bekannt sind, so z.B. die Öffnung des Testamentes von Antonius durch Augustus, werden historisch fast einwandfrei umgesetzt. Wie viele andere Historienfilme bleibt aber auch die Verfilmung Youngs nicht ganz ohne Fehler, wie diese Arbeit gezeigt hat. Diese sind meines Erachtens jedoch nicht allzu gravierend und von entscheidender Wichtigkeit. Die wichtigen Fakten sind korrekt dargestellt.
Young zeigt, wie der seit seiner Kindheit kränkliche Augustus nach dem Tod seines Onkels Gaius Iulius Caesar im Laufe der Jahre politische Gegner besiegt oder ausschaltet, seine Macht gewinnt und behauptet. Vor allem die Rolle der Julia verdeutlicht, wie Augustus dabei andere Menschen zu Spielbällen seiner Politik machte. Durch die zwar prunkvolle, aber nicht bombastisch wirkende Kulisse wird der Blick des Betrachters nicht zu sehr auf diese gelenkt, wodurch die Stärken und Schwächen der handelnden Personen stärker in den Mittelpunkt rücken.
Summa summarum handelt es sich um seine gute Nachzeichnung vom Leben des ersten Kaisers Roms, die die kleinen historischen Ungenauigkeiten und Fehler vergessen lässt.

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