1. Einleitung

Das historische Drama „Cleopatra“ von 1963 ist eine 20th Century Fox Produktion. Es gilt als monumentales Meisterwerk der Filmgeschichte. Erzählt wird das sagenumwobene Leben der Kleopatra, die 69 v. Chr. geboren und am 12. August 30 v. Chr. in Alexandria gestorben ist. Sie war die letzte Königin der hellenistisch-ägyptischen Herrscherfamilie der Ptolemäer. Der Film, um eine wahrheitsgemäße historische Darstellung bemüht, zeigt das Portrait einer ehrgeizigen Pharaonin. Aber auch die Machtverteilung dieser Zeit, das politische System und die vieldiskutierten Beziehungen zwischen der Königin und ihren Liebhabern, Julius Caesar und Marcus Antonius, werden geschildert. Zu Beginn der Arbeit soll daher kurz auf die Authentizität der dargestellten Handlungen und Persönlichkeiten eingegangen werden.

Das Epos ist auf Grund seiner hohen Produktionskosten und einer Starbesetzung unvergessen. Elisabeth Taylor erhielt die Rolle der Kleopatra und bekam als erste Schauspielerin die Gage von 1 Mio. US-Dollar. Mit Rex Harrison als Julius Caesar und Richard Burton als Marcus Antonius waren weitere bekannte Schauspieler der damaligen Zeit auf der Leinwand zu sehen. Neben den hohen Gagen war auch die fünfjährige Produktionszeit für den beinahen Konkurs der Produktionsfirma verantwortlich.

„Cleopatra“ glänzt besonders durch imposante Kulissen, wie den monumentalen Bauten und Drehorten und den opulenten Kostümen. Gewürdigt wurde der Aufwand mit vier Oscars, unter anderem auch in der Kategorie beste Ausstattung und bestes Kostümdesign. Zu den aufwendigen Kostümen gehörten ebenfalls eine große Anzahl prachtvoller Schmuckstücke, die in der vorliegenden Arbeit genauer betrachtet und auf ihren historischen Wahrheitsgehalt überprüft werden sollen. Die getroffene Auswahl orientiert sich daher an vergleichbaren archäologischen Funden. Besonders hilfreich war dabei die Monographie von Cyril Aldred „Die Juwelen der Pharaonen“.

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