3.1 Rettete Pompeius Caesar wirklich das Leben?

Gnaeus Pompeius Magnus In „Julius Caesar“ fordert Sulla seinen Feldherrn Pompeius auf, ihm das Herz Caesars zu bringen. Caesar hatte sich geweigert, sich auf Sullas Befehl von seiner Frau zu trennen. Pompeius warnt daraufhin Caesar und nötigt ihn zur Flucht aus Rom. Caesar kehrt erst nach Sullas Tod zurück. Die Quellen zeichnen ein etwas anderes Bild von der Situation. Caesar flieht zwar aus Rom, da er nach der verweigerten Trennung Angst um sein Leben hat, allerdings konnten seine Verwandten nach einiger Zeit seine Begnadigung erwirken.(1) KEAVENEY ist derselben Meinung, wenn er sagt: „With a price on his head and hotly pursued by bounty-hunters, he was forced to go into hiding until the Vestal Virgins and two leading Sullans, Mam. Aemilius Lepidus and C. Aurelius Cotta managed to get him a pardon.”(2) Laut Sueton musste Caesar sich jede Nacht an einem anderen Ort aufhalten, wurde aber trotzdem von einer sullanischen Patrouille entdeckt und musste sich mit Geld freikaufen, bis die Vestalischen Jungfrauen, Mamercus Aemilius und Aurelius Cotta, seine Verwandten und Schwäger, seine Begnadigung erwirkten.(3) In den Quellen wird Pompeius also nicht als Retter erwähnt, und auch die spätere Begnadigung Caesars ist nicht auf ihn zurückzuführen.

RRC 480/4

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