4. Schlussbetrachtung

Nach der Auswertung des Films „Julius Caesar“ bleibt festzustellen, dass Regisseur Uli Edel die in den Quellen überlieferte Geschichte in den meisten Fällen treffend wiedergibt.


Die Hälfte der hier aufgeworfenen Fragen werden im Film korrekt dargestellt. So litt Caesar wohl tatsächlich unter Epilepsie, sein Todestag wurde ihm wirklich vorausgesagt und er wurde auch von vielen Senatoren ermordet.
Allerdings kommt es im Film auch zu einigen Ungenauigkeiten. Die Entführung durch Piraten wird zwar korrekt wiedergegeben, spielt im Film jedoch zu einem anderen Zeitpunkt als es die Quellen beschreiben. Caesars Begnadigung und Überleben ist wohl auch nicht Pompeius zuzuschreiben, sondern Caesars Verwandten. Die Darstellungen der Tode von Sulla und Pompeius stimmen mit den überlieferten Quellen nicht überein. Als letzter Punkt bleibt das Fehlen des Triumvirats im Film zu erwähnen.

Im Film kommt es noch zu weiteren kleinen Ungenauigkeiten und Auslassungen, die wohl der Dramaturgie und der Länge des Films geschuldet sind. Insgesamt handelt es sich bei „Julius Caesar“ um einen Film, der dem Publikum die Geschichte spannend, interessant und korrekt darstellt. Historisches Vorwissen zu Caesar und dem Ende der römischen Republik schadet aber nicht, um einige Zusammenhänge noch besser zu verstehen.

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