2 Kurze Zusammenfassung

Büste von Konstantin

Der Film behandelt den Beginn der konstantinischen Herrschaft. Zeitlich lässt er sich in die innenpolitischen Ereignisse der Jahre 305 bis 312 einordnen. Zuvor wurde durch Diokletian (geboren ca. 236; gestorben 316) nach den Wirren und bürgerkriegsähnlichen Zuständen des ausgehenden dritten Jahrhunderts das römische Kaiserreich innenpolitisch ausgiebig reformiert. Anstelle eines einzelnen Kaisers, der die gesamte Macht auf sich vereint, wird von Diokletian das sogenannte Tetrarchische System installiert. Hauptbestandteil ist ein gleichberechtigtes Doppelkaisertum. Das Römische Reich wird de facto in einen West- und einen Ostteil gegliedert. Ein Augustus herrscht über den westlichen Teil des Reiches und der andere über den östlichen Teil, wobei die Verordnungen und Gesetze eines Augustus immer vom anderen mit übernommen werden. Beiden Augusti wird jeweils ein Caesar zur Seite gestellt, der wiederum eigene territoriale Gebiete verwaltet und kaiserliche Pflichten ausübt. Im Gegensatz zur dynastischen Nachfolge der vergangenen Jahrhunderte sollen nun die Augusti nach einer Amtszeit von 10 Jahren abdanken und ins Privatleben zurückkehren. Die Caesares rücken darauf ins Amt des Augustus auf und ernennen ihrerseits je einen Caesar. Die erste Tetrarchie bestand aus Diokletian als Augustus im Osten und seinem Caesar Galerius, sowie Maximian als Augustus im Westen und seinem Caesar Constantius Chlorus. Für das weitere Verständnis sei erwähnt, dass Maximian der Vater des Maxentius und Constantius Chlorus der Vater Konstantins ist.

Die Ursache für diese Reformen und die Frage, ob ihnen eine systematische Planung durch Diokletian vorausging sind äußerst umstritten. Die Spannweite der Positionen reicht von der Meinung, dass Diokletian von vornherein alles detailgenau geplant hat, bis hin zur Annahme, dass sich das System Schritt für Schritt entwickelt hat.(1)

Bei der Abdankung der beiden Augusti bestimmt Diokletian in einem wahrscheinlich letzten Amtsakt die neuen Caesaren und überlässt dies nicht seinen Nachfolgern. In den Rang der Caesaren – und somit die designierten Augusti – werden im Westen Severus und im Osten Maximinus Daia erhoben. An dieser Stelle sei gesagt, dass der Sohn des Maximian und der des Constantius Chlorus übergangen werden und sich dadurch ein erstes Spannungsfeld aufbaut, das später die tetrarchische Ordnung auf die Probe stellt.(2)

Der Film setzt kurz vor der Abdankung der beiden ersten tetrarchischen Augusti – Diokletian und Maximian – im Jahre 305 ein, befasst sich mit dem Machtkampf unter den kaiserlichen Familien und endet mit der Schlacht an der Milvischen Brücke 312, bei der Konstantin seinen Widersacher Maxentius besiegt.

Im Fokus des Films steht nicht minder der erste Kontakt Konstantins mit dem Christentum. Dabei wird suggeriert, dass er sich in kürzester Zeit zum christlichen Glauben bekennt und die römischen Staatsgötter ablehnt – was eher untypisch für einen römischen Kaiser gewesen wäre, da es an und für sich nichts Unnatürliches für die Römer war, mehrere Götter anzubeten.

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