3.2 Das Gespräch zwischen Pompeius und Cicero

Pompeius bestellt Cicero vor der Senatssitzung vom 1. Januar zu sich, um ihn von seinem weiteren Vorgehen zu unterrichten und ihn zu einer Abstimmung für das Ultimatum, welches Scipio Caesar in der kommenden Senatssitzung stellen wird, anzuhalten. Durch die Briefe Ciceros ist überliefert, dass er regelmäßig mit Pompeius in Kontakt stand und auch selbst alle möglichen Szenarien durchspielte, wobei es ihm sichtlich schwer fiel, zu entscheiden, welche Vorgehensweise den besten Ausgang nach sich ziehen würde.(9) Fehlerhaft ist allerdings, dass Cicero sich zu dieser Zeit in Rom befand. Er kehrte erst am 4. Januar in die Stadt zurück und konnte daher auch an der Sitzung vom ersten Januar nicht teilnehmen, was er in dieser Episode jedoch tut. Immerhin werden seine eher gemäßigte Position sowie sein Bemühen und Bestreben, eine friedliche Lösung in jedem Fall zu präferieren, in Rom sehr gut wiedergegeben. Auch wird hier eine Atmosphäre erzeugt, die deutlich vermittelt, dass sich die Situation in der letzten Woche vor Ausbruch des Bürgerkrieges immer weiter verschärfte und spätestens seit den Sitzungen im Januar kein friedlicher Ausweg mehr möglich war.

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