5. Fazit

Die Serie verkürzt die Ereignisse der Jahre 52-55 v.Chr., die in ihrem Zusammenwirken schließlich zum Ausbruch des Bürgerkriegs geführt haben, und konzentriert sich stark auf die letzten Wochen dieser Entwicklung. Eine ausführliche Wiedergabe der politischen Auseinandersetzungen und der juristischen Streitigkeiten würde hier allerdings nicht nur den Rahmen der Episode sprengen, sondern würde dem Unterhaltungsanspruch, den eine solche TV-Serie vordergründig nun einmal besitzt, auch nicht gerecht werden. Anspielungen auf vorangegangene Ereignisse und kurze Erläuterungen zur politischen Situation fördern jedoch das Verständnis des Zuschauers für das historische Geschehen, und die wichtigsten Schritte der Endphase – Ende der Statthalterschaft und Gefahr der Anklage, die inoffiziellen Verhandlungen der beiden Parteien mit ihren Forderungen und Kompromissvorschlägen, die Senatssitzungen im Januar und schließlich die Überschreitung des Rubicon – werden auch in der Serie dargestellt. Hierbei kann festgestellt werden, dass die Serie sich größtenteils sehr eng an den antiken Quellen orientiert und die Ereignisse dabei meist auch korrekt wiedergibt. Ausnahme ist der Angriff auf Antonius bzw. Pullo, bei dem bewusst eine fiktive Handlung der historisch korrekten Wiedergabe vorgezogen wurde, um den Plot um die beiden Protagonisten und deren Entwicklung zu entscheidenden Charakteren voranzutreiben.

Die zweite Episode der ersten Staffel ist eine gelungene Darstellung zu den historischen Entwicklungen, die schließlich in den Bürgerkrieg mündeten, und besitzt wie der Rest der sehenswerten Serie Rom den Anspruch der Historizität und der korrekten Wiedergabe historischer Vorgänge und Details. Daher wären es durchaus auch weitere Episoden wert, einer wissenschaftlichen Untersuchung auf Grundlage der antiken Quellen unterzogen zu werden.

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